Wandern im Wipptal – Touren, die fast vor der Haustür beginnen
Wer im Wipptal wandert, spart sich das, was anderswo den halben Vormittag kostet: die Anfahrt zum Ausgangspunkt. Der Stoacherhof steht in Mützens, einem Weiler oberhalb von Matrei am Brenner, und ein Teil der Touren beginnt hier ohne jede Autofahrt. Dieser Guide zeigt, welche Wanderungen von hier aus in Reichweite liegen, für welche Kondition sie taugen und was das Wipptal von den überlaufenen Nachbartälern unterscheidet.
Warum das Wipptal die ehrlichere Wanderregion ist
Das Wipptal ist das Tal, durch das die Brennerroute führt — und genau deshalb kennen es die meisten nur als Strecke, nicht als Ziel. Für Wanderer ist das ein Vorteil. Während im benachbarten Stubaital an schönen Tagen die Parkplätze früh voll sind, geht man hier oft stundenlang, ohne jemandem zu begegnen. Die Seitentäler Gschnitz, Trins und Navis sind ruhige, unaufgeregte Talschaften mit Almen und Gipfeln, aber ohne den großen Tourismusbetrieb. Der Stoacherhof liegt mitten in diesem Netz aus Wegen: nicht in einem Wanderort, sondern in der Landschaft, aus der die Wege ausgehen.
Die Klassiker, die von hier aus schnell erreichbar sind
Der bekannteste Berg über dem Tal ist die Serles, der „Altar Tirols", die man vom Balkon aus sieht. Der klassische Zustieg führt über Maria Waldrast, das höchstgelegene Wallfahrtskloster Europas — die Mautstraße dorthin startet direkt bei uns in Mützens, hinauf sind es rund 15 Minuten mit dem Auto. Von Maria Waldrast aus beginnen mehrere Touren, vom gemütlichen Themenweg bis zum anspruchsvollen Aufstieg. Für aussichtsreiche, blumenreiche Höhenwege ist der Blaser bekannt, den Sie in rund 15 Autominuten erreichen. Und wer einen ruhigen Tag am Wasser will, fährt zum Obernberger See — rund 25 Minuten mit dem Auto, dann etwa 20 Minuten zu Fuß bis ans Ufer eines der türkisblauen Bergseen Tirols.
Für jede Kondition — vom Almspaziergang bis zur Gipfeltour
Das Wipptal deckt jede Kondition ab, oft am selben Tag. Wer es ruhig mag, geht die Themen- und Almwege rund um Maria Waldrast oder bleibt im Talboden. Wer Höhenmeter sucht, findet sie am Blaser, auf der Serles oder auf den Gipfeln über den Seitentälern Gschnitz, Trins und Navis. Der Vorteil der Lage: kurze Spaziergänge und hochalpine Touren liegen dicht beieinander, sodass sich eine Gruppe mit unterschiedlichem Tempo nicht trennen muss — die einen gehen den langen Weg, die anderen den kurzen, und man trifft sich auf derselben Alm. Für die Planung reicht meist ein Blick auf die Wetterlage am Vorabend; die Wege im Wipptal sind gut markiert, und der Tourismusverband Wipptal führt die aktuellen Bedingungen und Öffnungszeiten der Hütten.
Almen, Einkehr und das, was der Ort dazu weiß
Zu einem Wandertag im Wipptal gehört die Einkehr. Über Trins liegt das Padasterjochhaus, bekannt für seinen Kaiserschmarrn; auf dem Weg zu den Wipptaler Gipfeln liegen weitere bewirtschaftete Almen, auf denen es Brettljause und Hausgemachtes gibt. Wer die Tour so plant, dass eine Hütte auf halbem Weg liegt, macht aus dem Aufstieg einen ganzen Tag — und muss die Jause nicht selbst hinauftragen. Welche Alm sich für welche Runde anbietet, ob man besser im Uhrzeigersinn geht und wo der Ausblick am Ende der Anstrengung am schönsten ist: Das ist Ortswissen, das kein Wanderführer so genau abbildet. Fragen Sie uns beim Check-in ruhig danach — wir wohnen hier und gehen die Wege selbst.
Touren und Ziele in Reichweite
- Maria Waldrast & Serles
Wallfahrtskloster auf gut 1.600 m und Ausgangspunkt für den Zustieg auf die Serles. Die Mautstraße startet in Mützens; hinauf rund 15 Autominuten.
- Blaser
Aussichtsberg, im Frühsommer für seinen Blumenreichtum bekannt — ein Höhenweg mit weitem Blick über das Wipptal. Ausgangspunkt rund 15 Autominuten.
- Obernberger See
Türkisblauer Bergsee im hinteren Obernbergtal, einer der schönsten Fotospots Tirols. Rund 25 Min Fahrt plus etwa 20 Min Zustieg zu Fuß.
- Gschnitztal
Stilles Seitental mit Almen und Gipfeln, deutlich ruhiger als die großen Namen — ideal für lange, einsame Wandertage.
- Trins
Wander- und Einkehrziel am Eingang des Gschnitztals, Ausgangspunkt Trins rund 15 Autominuten. Padasterjochhaus und Almwege liegen darüber.
- Navistal
Das dritte der stillen Wipptaler Seitentäler — ursprünglich, bäuerlich, mit Anstiegen abseits jedes Trubels.
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Häufige Fragen
Kann man vom Stoacherhof aus wandern, ohne mit dem Auto zu fahren?
Ein Teil der Touren beginnt ohne Anfahrt direkt ab Mützens. Für die höher gelegenen Ziele wie Maria Waldrast oder die Serles nimmt man die Mautstraße, die ebenfalls direkt bei uns startet.
Wie kommt man zur Serles?
Der klassische Zustieg führt über Maria Waldrast. Die Mautstraße dorthin beginnt in Mützens; bis zum Kloster sind es rund 15 Minuten mit dem Auto, von dort geht es zu Fuß weiter.
Welche Wanderungen eignen sich für Familien?
Rund um Maria Waldrast gibt es einfache Themen- und Almwege. Konkrete familientaugliche Touren mit Gehzeiten stimmen wir gerne persönlich mit Ihnen ab.
Ist die Anreise zu den Ausgangspunkten mit Bus und Bahn möglich?
Im Wipptal fahren Sie mit der für unsere Gäste inkludierten Wipptal Card kostenlos mit Bus und Bahn. Für die höher gelegenen Ausgangspunkte ist ein Auto meist praktischer.


